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  • ›Freitod‹ ist das Privileg der Reichen und Gefeierten – Autoren, Unternehmer, Medienschaffende. Ab einer Million Einkommen oder Auflage gilt ein solcher Abgang als tragisch, mitunter edel. Darunter: nur der schmutzige Selbstmord des von prekären Motiven getriebenen Plebs.

    In den Tod folgen – das ist entsprechend dann nur die wohlfeile Variante für jene, deren Leben ansonsten nicht zum Freitod taugte.


  • Ein Cadillac Fleetwood, chromblitzend und schwer. Saxophonkoffer, Zigarettenrauch, ein letzter Kuss vor dem großen Tag. In den Straßen einer Stadt, wo Jazz und Gier Hand in Hand gehen, und wo nichts so verläuft, wie geplant.


  • aus der Reihe »«

    Nacht. Eine verlassene Straße in der Wüste. Eine Frau steht einsam neben ihrem Wagen. Als ein Fremder anhält und Fragen stellt, wirft jede ihrer Antworten mehr Fragen auf, als sie beantwortet.


  • '54 Chevy "Two-Ten", Back of the Yards #2

    Mein Beitrag zur Krise in der Automobilindustrie:

    „Neulich kam ich einmal früher als üblich aus der Arbeit und sprang bei uns um die Ecke noch kurz in den LADA. Ich wollte daheim einen Geburtstagskuchen für KIA in den OPEL schieben und hatte neben einem Kasten SKODA-Wasser auch ein Netz CITROËN, ein Glas Wald-HONDA und […]“


  • »Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Mr. Barnum. Aber wie kann ich sicher gehen, dass dies wirklich nur eine Dienstreise wird?«    »Oh, haha, ja. Aber natürlich Catherine. Wie unvorsichtig von mir, mich in diesem Punkt nicht deutlich genug ausgedrückt zu haben. Wir werden zwar gemeinsam reisen, aber selbstverständlich getrennte Kabinen haben.«   »Da bin ich aber froh. […]


  • »Oh, guck mal, huhu, Kevin. Kevin! Hier sind wir!« »Er kann dich nicht hören.«»Aber er sieht uns doch. Da, er winkt uns! Halloho! – Jetzt wink doch auch mal.«»Hallo Kevin.«»Er ruft irgendwas. Kannst du die Lippen lesen?«»Nein.«»Versuch’s doch wenigstens.«»Ich würde jetzt gerne wieder mein Footballspiel ansehen.«»Aber Liebling, was ist denn los mit dir?«»Nichts. Es war […]


  • Andy präsentiert den DXS-2001 HQX: Mit Wasserbett, Whirlpool und einer Preisgestaltung, die selbst Mathematiker ins Grübeln bringt. Ein Familienausflug ins Autohaus nimmt eine überraschende Wendung.


  • Verdammt. Schon wieder so viel los auf der Fünf-Null-Fünf.   Wie spät? Ahhhh, pünktlich schaff ich das nie!   Was? Was sagt der Bordcomputer?   „Energie-Modul-Wechsel-in-25-Meilen.“   »Oh nee, nicht jetzt. Bitte!«   „Energie-Modul-Wechsel-in-25-Meilen.“   Oh Mist, hab ich überhaupt genug Koh…?   937 Credits. Uff.   ––Ich könnte sie auf dem Digi-CB anfunken. Aber dann, dann, dann hagelt’s wieder Vorwürfe. Und ich hab heute einfach keine Lust mehr, mich anscheißen […]


  •   »Hör mal, kannste deine Klappermühle nicht woanders parken?«  »Reg dich ab Mann. Ich hab ’ne Genehmigung.«  »Na und, ist mir scheißegal. Die kommen hier alle mit Genehmigung. Du stellst dich hin wie die andern auch.«  »Weist’e was da drin ist?«  »Das interessiert mich’n Scheiß was da drin ist. Du stellst dich da drüben hin oder ich lass dich abschleppen.«  »Du […]


  • Was haben sie uns nicht alles versprochen für das Jahr 2000? Fliegende Autos, Roboter und Uhrentelefone zumal – dazu Sternreisen, Begegnungen mit Außerirdischen und unendliche Energie – mithin die Transformation der Menschheit in eine veritable Superzivilisation.

    Was aber ist geworden aus den kühnen Visionen, die Grafiker wie Syd Mead, Designer wie Luigi Colani und Architekten wie Justus Dahinden vor unseren Augen entrollt haben? Wo ist der Weltraum-Aufzug? Der Transrapid? Die Unterwasserstadt? Und wer kann behaupten, sich schon einmal in der Schwerelosigkeit geliebt zu haben?

    Dass nichts von all diesen Versprechungen wahr wurde und wir stattdessen mit Internet, teuren iPhones und billigen Flachbildfernsehern abgespeist wurden – geschenkt. Dass unsere Wohnstätten wahlweise im Prinzip immer noch aussehen wie Schuhschachteln oder Zwergenhäuser. Sei’s drum. Dass unsere Kinder statt ihre PSI-Fähigkeiten zu schärfen mit albernen Lichtschwertern gegen Teddybären kämpfen oder mit roten Augen in geschmacklos gestalteten Computerspielen ihre Zeit vergeuden, statt als Übermenschen dem Universum auf den Grund zu gehen. Nun ja.

    Wirklich ärgert uns eigentlich nur dies: Keiner hat uns je davor gewarnt, dass wir auch nach dem Überschreiten der magischen Jahrtausendschwelle jene altbekannten, Komplex beladenen, von Alltagsproblemen heimgesuchten und von Mitmenschen drangsalierten Kreaturen bleiben werden, die wir vordem waren.

    Um dieses Versäumnis nachzuholen, habe ich mir erlaubt, einigen Concept Art-Entwürfen von damals jene Geheimnisse entlocken, die man uns damals vorenthalten hat. Dabei sind »Textillustrationen« entstanden, bei denen ausnahmsweise nicht das Bild den Text, sondern der Text die Bilder »illustriert.« Lesen Sie also, was wirklich geschah, neulich im Jahr 2000 …